25. November 2021
Solange sie tanzen … tanzen…tanzen. Sich bewegen. Mich bewegen. Nicht stillstehen. Nicht. Nicht ausruhen. Oder doch. Oder lieber tanzen. Oder lieber fragen, oder lieber sagen, dass man nicht kann. Können. Was eigentlich? Tanzen, sich bewegen. An manchen Tagen eben nicht. Aber immer öfter. Manchmal im Traum. Wie Stabhochspringer, das Springen üben. Einfach in Gedanken. Ich tanze. In Gedanken. Manchmal in Kreisen, manchmal auf und davon, davon weniger zu denken, zu lenken, die Gedanken....
19. November 2021
In der Stille will ich mich treffen Novemberhauch zwischen trauernden Zweigen verstummt der schreiende Kranich In der Stille will ich treffen mich
04. November 2021
Es gibt Tage, die brennen unter meiner Haut, wohnen hinter meiner Deckung. Es sind Tage, die nicht vergessen, Kräfte messen, an zu hoher Latte, die spüren lassen, was ich hatte. Tage, die den Blick rückwärts richten, vernichten Träume, als gäbe es kein Morgen, als könnte ich Glück nur borgen, als wäre es nie meins… und nie meins gewesen. Es gibt Tage, die lauern, hinter kahlen Hecken, in schlechten Verstecken, um mir vor die Füße zu springen, als hätte ich sie nicht kommen...
24. Oktober 2021
Wunder Punkt Gesetzt. Unter meine Haut. In jeder Bewegung, jedem Gedanken, jedem Schritt, bewegst du dich mit. Reibst dich, verbrennst mich, vergibst nicht. Unter meiner Haut. Reizt Nerven und Enden, die keines finden. Mein wunder Punkt.
17. Oktober 2021
In mir mit jedem Atemzug, jeder Faser in meinem Sein sinke ich ein in mir Berührung empfangen und geben kein Streben, kein Erwarten nur bleiben, in den zarten Gedanken an das, was mich hält das was zählt was in mir wohnt sich lohnt zu leuchten Ich bin Licht kein Schleier versperrt die Sicht auf einen Weg, einen Pfad ein sanftes Reisen in Herzräume und Träume in mir geboren Verändern die Sicht auf mein Licht lenken, beschenken und weiten den Raum in mir öffnen keine Fragen, kein Klagen...
17. Oktober 2021
Die Tage nicht mehr ganz so warm, Sonne kraftloser, Nächte kühler, Wind im Flieder wilder und ich… stiller. Nach restwarmen Tagen, die so viel sagen und flüsternd beschwören, was ich versuche zu hören, die reich sind, meinen Reichtum bergen. In Gegenwart kann Vergangenheit sterben. Das Laub, buntfallend zu Boden und oben braut sich was zusammen. Herbstlicher Rückenwind, der bestimmt und fordernd die Richtung besingt. Wildes Kind im Wind. Die Tage kürzer, Nächte schwärzer und tiefer...
17. September 2021
Lass mich den Mund aufmachen, Rückgrat beweisen, Wut auf Feldern hinausschreien, vergeben, verzeihen. Lass mich mutig sein und mit Schwalben fliegen und körnigen Sand sieben mal sieben. Lass mich erkennen, was raus kommt, wenn wir ehrlich sind, wenn wir Verstecke meiden, Leiden zeigen, wenn wir blankziehen -hin und wieder- und mit jedem unserer Lieder uns hinaussingen in die Welt, die sich unserem Hoffen stellt. Lass mich hören und sehen, Farben verstehen, ansehen, was du zeigst, bevor du...
24. August 2021
Inselgedanken sei mir Wind und Wellen und Einsamkeit, die mich befreit, mir nimmt, die heisse Wut und fahle Gedanken, die sich ranken um Gestern, in dem das Morgen schmilzt. Sei mir Sturm, der Windflüchter biegt, besiegt, was sich in den Weg ihm stellt. Sei mir Zuversicht, zwischen Dünengräsern und Muschelsplittern, die zerbrochen strahlen im letzten Licht. Male Vertrauen mir ins Gesicht. Sei Möwengeschrei, das Wut mitnimmt. Wut, die sich auflöst in Regenschleiern und ablandigem Wind, in...
17. August 2021
Meine Welt riecht nach Herbst. Nach Erinnern und nach Vermissen und ganz genau Wissen, dass erst Vergessen… das Ende ist. Und weißt Du noch, wie wir Werbeprospekte durchblätterten, entdeckten, was wir wollten, was wir sollten? Ich wollte dich. Meine Welt riecht nach Herbst, nach Feuer, das zu heiss brannte und verkannte, die kurzen Halbwertzeiten von halbherzigen Halbwahrheiten. Und weißt du noch, als Tage zu lang und Nächte zu kurz und Momente dazwischen so brennend waren, weißt du...
28. Juli 2021
Und dann sind es stille Wege, die wir gehen und sehen, dass Lichter uns vorwärts tragen, Ja sagen, zu dem, was vor uns liegt. Wir stolpern durch eine Welt, die so anders scheint. Beweint, was zerstört und in Trümmern liegt und uns doch aneinander schmiegt. Und irgendwo unter Steinen, die uns stolpern lassen, wartet Zuversicht, die nicht zu finden ist… mit nur einem Licht. Manchmal sind es stille Wege, die wir gehen und sehen, dass … viele Lichter vorwärts tragen.

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