Schluss mit dem Eiertanz

Ich bin Frau. 

Ich schau auf mich, auf mein Rot und mein Hart mag mich zart, 

mag mich wirr und verrückt, verrücke Hinweisschilder, Ebenbilder 

und Weibsbilder an Herzenswänden. 

Ich bin Frau. 

Und ich schau schlau aus der Wäsche, aus Laken, 

die im Gegenwind an Leinen hängen, Welten verengen, die Sicht  verschleiern, herumeiern um Ja‘s die keine sind 

und Nein‘s, die auf dem Weg verhungern.

Und du, du mein Kind, bist Frau, die schaut wie ich schaue auf Meinung, auf Schweigen und Schreie, auf Mut, auf das, was wir wegzulächeln lernten um keine krummen Blicke zu ernten. 

Auf das, was uns verletzt, uns hetzt, 

das, wofür wir uns zu schämen lernten.

Aufheben. Den Mut, den wir in Gräben verloren in die wir uns duckten, bei jedem Wort zuckten. Nicht aufmuckten. Nicht fühlten wo wir sind, dass wir zu lange schon in einer Ecke stehen. 

Das Gesicht zur Wand.

Ich bin Frau, ich schau…auf, hebe mein Kinn, sehe Sinn, 

fühle wer ich bin, wer wir sind, mein Kind 

und wir hören auf zu tanzen auf faulen Eiern, 

die jemand legte in Weltennester.

Wir stehen, mein Kind. Du und ich. Jetzt.

Wir sind Frau. 

Hören auf zu tanzen. 

Wir flüstern „Me Too“. 

Flüstern, weil es wehtut, weil es brennt, 

weil wir eben noch Familie waren.

Doch ich bin Frau.

Für mich und Dich.

Für Töchter und Söhne.

Ich schau‘ auf mein Hart und mein Zart und jede meiner Grenzen.

Ich

bin Frau.