Irrgarten

Ich drehe Runden. Stunden um Stunden über Wieso und Weshalb, sammle Steine, meine und deine. Steine, die ich trage, ob ich will oder nicht.

Die, die du vergessen hast, als du gingst, während ich schlief, noch träumte, versäumte, du warst schon fort... ohne ein Wort.

Das Warum auf meinem Kissen schreit lautlos, ohne Antwort, ohne Standort drehe ich mich fort, wende den Blick, der weiße Wände verbrennt, sich verrennt, verläuft, in Irrgärten aus Fragen. Kein Entrinnen. Heute nicht. 

Ich sitze auf Bänken, spüre Worte, Kraftorte, lausche Blicken und achtsamen Berührungen unter meiner Haut.

Irrgarten. Verlaufen, abtauchen, loslaufen ohne anzukommen. Nicht ankommen. 

Nie wieder.

Ich sammle Steine. Deine und meine. 

Steine, die ich trage, ob ich will oder nicht.